Pressemitteilung zur Podiumsdiskussion des Gewerbevereins

10.09.2021

Mein Statement zur Podiumsdiskussion des Gewerbevereins im Rahmen der Bürgermeisterwahl 2021:

Der Website des Büdinger Gewerbe- und Verkehrsvereins ist dessen Zweck zu entnehmen. Dieser liegt demnach in der Förderung und Wahrung der Interessen von Handel, Gewerbe, Fremdenverkehr und Handwerk. Darüber hinaus ist das selbsterklärte Ziel „die Attraktivität der Gemeinde Büdingen zu erhöhen und zur Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität beizutragen“ (https://www.gewerbevereinbuedingen.de/wir-ueber-uns/).

Durch diese Selbstverpflichtung ist es für den Gewerbeverein verständlicherweise interessant sich mit den verschiedenen Bürgermeisterkandidaten inhaltlich auseinander zu setzen. So wurde in der Ausgabe des Kreis-Anzeiger vom 24.08.2021 eine Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten im Dorfgemeinschaftshaus Wolf angekündigt, und öffentlich über eine Anmeldung per E-Mail gebeten. 

Die Veranstaltung, die laut der Vorsitzenden Tanja Kolb nur aus Versehen publik wurde, hatte allerdings zwei Haken. Zum einen handelt es sich um eine geschlossene Veranstaltung, die nur an Mitglieder des Gewerbevereins gerichtet war, zum anderen wurden nur drei der sechs Kandidaten überhaupt eingeladen.
Der Rest musste daheimbleiben. Der Gewerbeverein hat nur die seiner Meinung nach aussichtsreichsten Kandidaten eingeladen.

Ich wurde auf diese Veranstaltung durch private Nachrichten an mich aufmerksam, in denen mir mangelnder Mut oder Desinteresse an einer Teilnahme vorgeworfen wurde.
Daraufhin nahm die FDP Büdingen Kontakt zum Gewerbeverein auf. Es wurde mitgeteilt, dass die Veranstaltung wie geplant durchgeführt wird. Mir sollte allerdings die Möglichkeit gegeben werden mich dem Vorstand des Gewerbevereins persönlich vorzustellen.

Statt der versprochenen Einladung zu einem persönlichen Kennenlernen hat sich Frau Kolb in der aktuellen Ausgabe des Kreis-Anzeigers dazu geäußert. In dem Bericht geht es um die durchgeführte Podiumsdiskussion. Frau Kolb berichtet, dass sie unsere Enttäuschung über die Situation nicht versteht. Ich hätte „nichts vom Gewerbeverein wissen wollen“, kein Interesse an dessen Arbeit und nicht mal persönlich vorgestellt hätte ich mich.

Fehler sind menschlich und passieren jedem von uns. Ich finde das Verhalten des Gewerbevereins, vertreten durch die Vorsitzende Tanja Kolb, aus mehreren Gesichtspunkten schwierig.
Zuallererst ist es nicht die Aufgabe eines gemeinnützigen Vereins abzuschätzen wer ein aussichtsreicher Kandidat ist. Dieses Verhalten empfinde ich anmaßend. Der Bürgermeister wird durch die Bürger unserer Stadt gewählt und nicht im Hinterzimmer des Gewerbevereins. 
Der Eindruck, der hier über die Einflussnahme einer gemeinnützigen Organisation entsteht, ist fatal.

Des weiteren wurde hier die Möglichkeit einer offenen und interessanten Diskussion aller Kandidaten vergeben. Gerne hätte ich mich mit meinen Ideen zu der Zukunft unserer Stadt eingebracht und den Bürgern die Möglichkeit gegeben, sich in einer offenen Veranstaltung ihr eigenes Bild zu machen.

Seit das Kind in den Brunnen gefallen ist versucht Frau Kolb den schwarzen Peter hin und her zu schieben. Der Kreis-Anzeiger hätte nicht veröffentlichen dürfen, die FDP sei nicht am Gewerbeverein interessiert, Herr Zielenkiewitz und ich hätten uns nicht mal vorgestellt, und generell sei es wegen Corona nicht anders möglich gewesen.

„Sorry, das ging echt in die Hose! Wir klären das!“ wäre eine souveräne Reaktion gewesen, auf die man konstruktiv hätte aufbauen können. Meine Hoffnung ist, dass der Gewerbeverein aus dieser katastrohpalen Außendarstellung lernt und die verschlossenen Türen wieder für alle öffnet. Unsere Stadt braucht mehr miteinander im politischen Umgang und weniger „Büdinger Verhältnisse“.